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Die Tänze

Langsamer Walzer

Um 1870 entwickelte sich in Amerika eine sanftere Form des Wiener Walzers, der unter dem Namen Boston bekannt wurde. Diese Version behielt die für den Wiener Walzer charakteristischen drehenden Figuren bei, wurde aber zu einem langsameren Tempo getanzt. Um 1920 entwickelte sich daraus in England der Langsame Walzer, der wegen seiner Herkunft auch “English Waltz” genannt wird. Er gilt als der harmonischste Standardtanz und wird häufig zur Eröffnung von Tanzkursen und -veranstaltung getanzt. Der Langsame Walzer ist im ¾ Takt geschrieben und hat ca. 28-30 Takte/Minute.

Bekannte Titel:

I wonder why – Curtis Stigers

If you dont know me by now – Simply Red

I Have Nothing – Whithney Houston

 

Tango

Tango kommt aus Argentinien, mit Ursprüngen in Kuba und Uruguay im 18. Jahrhundert. Der argentinische Tango entstand um 1880 in den Einwanderervierteln am Rio de la Plata, an dessen Mündungsdelta Buenos Aires liegt, aus Habanera und Milonga, einer Mischung aus afro-kubanischer und europäischer Musik. Um die Jahrhundertwende wurde er zum Gesellschaftstanz.In den 20er Jahren gab es die ersten Tangofilme mit Rudolph Valentino. In dieser Zeit wurde der Tanz durch die Engländer “standardisiert”. Ende der 20er Jahre kam die Trennung in Tango Argentino und Tango des Englischen Stils. Noch in den 50er Jahren war Tango Turniertanz der Lateinamerikanischen Disziplin. Heute unterscheidet man hauptsächlich den Tango im Englischen Stil und den Tango Argentino. Der Tango ist 2/4 Takt geschrieben und hat ca. 31-33 Takte/Minute.

Bekannte Titel:

La Cumparsita - Castellina Pasi

Libertango – Sexteto Pasion

Carmen Tango – Orchester Werner Tauber

 

Wiener Walzer

Der Wiener Walzer ist der älteste, heute noch gebräuchliche Tanz. Seine Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück, damals galt er als “Bauerntanz” und wurde zeitweise vom Klerus verboten. Erst später wurde er zum Höfischen Tanz. Den Namen Wiener Walzer erhielt er, nachdem er am Ende des Wiener Kongresses im Jahre 1814/1815 von den dort versammelten Delegierten getanzt wurde. Als spöttischen Ausdruck, für die Dekadenz der damaligen diplomatischen “Praxis” zahlreiche Bälle abzuhalten, prägte C. J. Fürst von Ligne im Hinblick auf den Wiener Kongress die Redewendung Der Kongress tanzt viel, aber er geht nicht weiter (“Le congrès danse beaucoup, mais il ne marche pas”). Der Wiener Walzer wird heutzutage häufig für die Eröffnung besonders festlicher Anlässe gewählt, z.B. dem Wiener Opernball oder auch als Brautwalzer auf Hochzeiten. Der Wiener Walzer ist im ¾ Takt geschrieben und hat ca. 50-60 Takte/Minute.

Bekannte Titel:

Kaiserwalzer, An der schönen blauen Donau – Johann Strauss

Der zweite Walzer – Dimitri Schostakowitsch

Hijo de la luna – Mecano

 

Foxtrott

Entstanden ist der Foxtrott zwischen 1910 und 1915 in Nordamerika. Sowohl die tänzerischen Wurzeln als auch die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig zu klären, da sich hier zahlreiche Quellen widersprechen. Der Foxtrott nahm Elemente des Ragtime, Onestep, Twostep sowie des von Vernon und Irene Castle choreografierten Castle Walk auf (jetzt wissen wir mehr :). Für den Namen gibt es zwei Erklärungen: Einmal Foxtrott Als Tiertanz (Fuchstrab) mit Holzschuhen zur Ragtimemusik getanzt – oder er geht auf den Schauspieler Harry Fox zurück, der für seine damals populäre Variete-Show “Harry Fox & the Zigfeld Follies” Schritte aus Onestep und Castle Walk übernahm. Der Foxtrott ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 44-48 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

Mack the knife – Robbie Williams

Bacardi Feeling – Kate Yanai

Mr. Sandman – Emmilou Harris

 

Quickstep

Der Quickstep ist die schnellere Variante des Foxtrott. Da der Quickstep im Gegensatz zum Foxtrott einer der fünf Turniertänze (Standard) ist, gibt es deutlich mehr technische Elemente und Figuren, dafür ist er tänzerisch auch etwas anspruchsvoller. Der Quickstep ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 50-54 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

Nah neh nah – Vaya con dios

Puttin on the Ritz – Pasadena Roof Orchestra

Mr. Pinstripe Suite – Big Bad Voodoo Daddy

 

Samba

Ursprünglich ist Samba ein Sammelname für viele Tanzformen, die im 19. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven aus dem Kongo, dem Sudan und Angola in ihre neue Heimat Brasilien gebracht wurden. Die Samba wurde bei den Bantus anlässlich der Kriegerweihe getanzt. Aus dem früheren Kreistanz entwickelte sich später ein Paartanz der sich allerdings erst in den 50er-Jahren in Europa etablieren konnte. Die Samba ist im 2/4-Takt geschrieben und hat ca. 50-60 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

Volare – Gipsy Kings

Porque Si Porque No – El Coronel

Demasiado Corazon – Mink de Ville

 

Cha Cha Cha

Der Cha Cha Cha ist der jüngste der heute populären Tänze. Er wurde in den 50er Jahren höchst wahrscheinlich von dem kubanischen Musiker Enrique Jorrin, einem Musikerkollegen von Tito Puente (einem der “Salsaväter”) erfunden. Er stellte zu dieser Zeit diese langsame Variante des Mambo vor, die jedoch mehr Schritte hat. Der Cha Cha Cha-Rhythmus ist in der Popmusik, vor allem seit dem neuen Latino-Boom, weit verbreitet. Bei Umfragen kommt der Cha Cha Cha meistens als beliebtester Tanz davon. Der Cha Cha Cha ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 30-34 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

Oye como va – Santana

I need to know – Marc Anthony

Lets get loud – Jennifer Lopez

 

Rumba

Die genaue Herkunft der Rumba ist bis heute ungeklärt, sicher ist sie musikalisch und tänzerisch afrocubanischen Ursprungs. Ursprünglich war die Rumba ein rein rhythmischer Tanz, also nur mit afrikanischen und afrocubanischen Pekussionsinstrumenten gespielt. Später kamen europäische Melodieinstrumente hinzu. Eine Theorie besagt, dass die Rumba sich aus dem spanischem Fandango entwickelte. Als Modetanz kam die Rumba erstmals 1914 in New York auf. Rhythmisch vereinfacht gelangte sie 1931 auch nach Europa. In Deutschland wurde sie von den Nazis schließlich als “entartet” verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rumba wieder entdeckt, allerdings in zwei vollkommen unterschiedlichen Variationen. Zum einen die amerikanisch beeinflusste Square- oder Carrée-Rumba, zum anderen die vom in England lebenden Franzosen Pierre Lavelle propagierte Rumba im kubanischen Stil. Dies führte Anfang der 70er Jahre zu heftigen Auseinandersetzungen (die so genannten Rumba-Kriege), welche Variante jetzt die Richtige sei. Schließlich wurden beide Varianten “zugelassen”. Im internationalen Tanzsport hat sich mittlerweile der kubanische Stil durchgesetzt. Die Square-Rumba wird in Europa kaum noch unterrichtet, in den USA ist sie jedoch noch weit verbreitet. Die Rumba ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 25-28 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

Goldeneye – Tina Turner

Sacrifice – Elton John

Don’t Know Why - Norah Jones

 

Paso Doble

Wörtlich übersetzt bedeutet Paso Doble “Doppelschritt” und beschreibt einen spanischen Paartanz mit einfachem Schrittmaterial auf Marschmusik. In stilisierter Form verbreitete sich dieser, auch in Lateinamerika anzutreffende Volkstanz, nach 1910 in anderen europäischen Ländern. Die Musik beinhaltet Elemente des Fandango und des Flamenco. Der Flamenco-Stil bildete sich im 19. Jahrhundert heraus. Der Paso Doble gilt als die tänzerische Interpretation des Stierkampfes, wobei der Herr den Torero darstellt, die Dame – je nach Figur – das rote Tuch (Muleta oder Capa), den Stier, einen zweiten Torero oder eine Flamencotänzerin. Der Tanz wurde in Paris in den zwanziger Jahren choreografiert, daher tragen die meisten Figuren französische Bezeichnungen. Heutzutage wird der Paso Doble vor Allem in Südfrankreich und Spanien getanzt.Für Freizeittänzer hat der Paso Doble bei uns kaum noch eine Bedeutung, da er weder musikalisch noch tänzerisch zeitgemäß ist; im Tanzsport gehört er nach wie vor zu den fünf lateinamerikanischen Tänzen. Bei Shows ist er jedoch sehr beliebt, da er als einziger Tanz auf ein Musikstück choreographiert ist; deswegen wird er fast immer auf den “Spanish Gypsy Dance” oder “Espana Cani” getanzt.

Bekannte Titel:

Espana Cani – Diesen Titel gibt es in mehr als 150000 verschiedenen Versionen

 

Jive

Ursprünglich Jitterbug, (Zitterwanze) genannt, entstanden seine Vorläufer im New Yorker Stadtteil Harlem. Seine musikalische Wiege waren zu Beginn der 1930er Jahre Lindy Hop, Blues und Swing, in den 1940ern der Boogie-Woogie, in den 1950ern der RocknRoll. Die Bezeichnung Jitterbug geht zurück auf die gesprungenen Figuren und die improvisierte Tanzweise der Schwarzen aus Harlem. Amerikanische Soldaten brachten diese in den USA beheimateten Tänze um 1940 nach Europa, wo sie bei der Jugend schnell sehr beliebt wurden. Der Boogie wurde nach dem Krieg zur dominierenden Musik. Als “artfremder, ordinärer” Tanz fand er aber nicht nur Freunde. Tanzpapst Alex Moore (dessen Buch über die Standardtänze auch heute noch maßgebend ist) äußerte sich, dass er nie zuvor etwas “gräßlicheres” gesehen hatte. Englische Tanzlehrer entwickelten, mit etwas langsamerer Musik, den eleganten und doch lebendigen Jive. Umgangssprachlich bedeutet jive soviel wie “Blödsinn” Der Jive ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 30-48 Takte in der Minute.

Bekannte Titel:

Hit the Road, Jack – Buster Pointdexter

Non Non Rien Na Change – Les Poppys

Wat´s Next - Big Bad Voodoo Daddy

 

Discofox

Der Discofox ging aus dem Foxtrott hervor, als um 1967 frei improvisierende Discotänzer zur Tanzhaltung zurückkehrten und den klassischen Foxtrott um Elemente aus Swing, Boogie-Woogie und Two-Step bereicherten. Dabei entstand in den USA der Hustle, in Europa der Discofox, der 1979 in das Welttanzprogramm aufgenommen wurde. Erste Turniere wurden Ende der 1980er Jahre in der Schweiz ausgetragen; hier entstand auch die schweizweite Bezeichnung Disco Swing, als mehr und mehr Elemente aus anderen Tänzen wie Rock ’n’ Roll, Boogie Woogie, Swing, Mambo, Salsa und Cha-Cha-Cha in den Discofox integriert wurden. 1992 fand die erste Discofox-Weltmeisterschaft in Basel statt, organisiert wurde sie von der International Dance Organisation. Erst acht Jahre später folgte die zweite Weltmeisterschaft in Miami, seitdem werden Europa- und Weltmeisterschaften jährlich durchgeführt. Während die raumgreifenden klassischen Tänze einen größeren Saal benötigen, ist der Discofox auf Grund seiner Entstehungsgeschichte nahezu auf der Stelle und damit auch auf dem zumeist begrenzten Flächenangebot einer Diskothek tanzbar.

 Bekannte Titel:

Er gehört zu mir – Marianne Rosenberg

Boogie Wonderland - Earth Wind And Fire

Moves like Jagger – Maroon 5

 

 

 

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